Freitag, 31. Oktober 2008
In Berlin ankommen ist nun unmöglich. Der Flughafen Tempelhof Geschichte.
Nachruf
Spiegel Online
Nicht nur, dass der Bahnhof Zoo jetzt Durchgangsbahnhof ist, der Hauptbahnhof einer von vielen auf der Welt, nein auch der Flughafen Tempelhof ist nun auch geschlossen.
Ausgebaut wird Berlin Schönefeld - weit weit draußen, und Tegel.. man wird sehen...
Damit ankommen und fortfahren beliebig wird, in jeder Stadt gleich.
Was unterscheidet denn die Städte dieser Zeit noch, wenn die Bahnhöfe, Flughäfen alle gleich aussehen?
Und warum ists in Berlin so, dass noch immer versucht wird, Spuren wegzuwischen?
Reisen - Berlin
"Du siehst Deine Schätze erst, wenn Du sie verloren hast. Der letzte macht das Licht aus /in Schraders Filmpalast)"* - am Flughafen Tempelhof
*Reinhard Mey
Donnerstag, 23. Oktober 2008
1drop = 0.0648524ml
1teaspoon = 4.928922ml
1tablespoon = 14.78676ml
1ounce[oz](UK) = 28.41307ml
1pint[pt](UK) = 0.568261Liter[l]
1gallon(UK) = 4.546092Liter[l]
Bezieht sich auf das spezifische Gewicht von Kochsalz:
1 Prise = 40mg
1 Messerspitze = 250mg
1 gestrichener Kaffeelöffel = 5g
1 gestrichener Esslöffel = 15g
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Was bitte ist die (auf Menschen bezogene)
"pflanzliche Gesundheit"?
Dienstag, 7. August 2007
Gedanken kommen und gehn. Je nach dem. Manchmal sind sie erwünscht, zB. in Form von Ideen, manchmal kommen sie zu oft, unerwünscht.
Einfach wegschieben, virtuell - oder auch ablegen am Boden - wobei sich die Besitzer des Raumes dann bedanken wenn soviele unerwünschte Gedanken rumliegen.
Also kann man sie auch aus dem Fenster werfen. Einfach weg.
Gut, weg ist weg, aber wie das halt auch mit dem berühmten Blumentopf am Fenster so ist - wenn er fällt, geht sicher unten ein Mensch vorbei.
Und der kriegt dann die Gedanken ab - vielleicht als Einfall? Ein-Fall?.....
Und was machen all die anderen armen, verstoßenen Gedanken, die dann so rumkugeln, weil sie niemandem einfallen wollen?...
Dienstag, 7. August 2007
Blogs sind Tagebücher, soweit so klar. Im Zeitalter von Papier und Bleistift war es einfach - nachträgliche Änderungen nur mit Hilfsmitteln oder Anmerkungen. Das komplette Auslöschen eher unschön.
Blogs können anders sein - auch nachträgliche Änderungen sind möglich, bis zum Auslöschen oder Wegwerfen der mal aufgeschriebenen, damals wichtigen Gedanken.
"Der Blog lebt", hab ich mir sagen lassen.
Wenn aber der Blog lebt, ist dann das Tagebuch tot? Ein Ort abgelegter, toter Gedanken? Ein Gedankenfriedhof aus Papier?
Und sind Blogs dann auch tot, wenn sie einfach nur so rumliegen und niemand ältere Beiträge ändert?
Anmerkung: manche Beiträge sind jedoch zum Weiterschreiben angelegt - wie zB. Dinge, die es noch nicht gibt.... also lebt der Blog doch - irgendwie ....
Dienstag, 17. April 2007
"Wenn es einen Wert gibt, der Wert hat, so muß er außerhalb alles Geschehens und So-Seins liegen. Denn alles Geschehen und So-Sein ist zufällig. Was es nicht zufällig macht, kann nicht in der Welt liegen, denn sonst wäre dies wieder zufällig. Es muß außerhalb liegen. Darum kann es auch keine Sätze der Ethik geben. Sätze können nichts höheres ausdrücken"
(L. Wittgenstein, "Tractatus-logico-philosophicus", edidtion suhrkamp 12)
Aber warum redet man dann immer von Ethik wenn es um Moral geht?
Bioethik, PR-Ethik, aber Sexualmoral -- als wenn das was anderes wäre. Oder ist "Ethik" besser als "Moral"?
Meine Definitionen sehen so aus:
Ethik
Ethik ist die Wissenschaft, die Philosophie der Moral. Sie ist die allgemeine Untersuchung dessen was gut ist,.... was Wert hat, bzw. was wirklich wichtig ist (1,2). Gegenstand der Ethik ist die Moral (3). Sie ist die Suche nach dem Richtigen und Falschem in unserem Tun (4) und hat auch die Aufgabe die jeweils herrschenden Moralvorstellungen kritisch zu prüfen (5).
Ethik soll aufmerksam machen, ist aber nicht die Praxis selbst.
Daher kann es weder unethisches Verhalten noch ethische Kodizes oder mehrere "Ethiken" oder Ethikkommissionen geben (6). Das ist falsch verstandener und unreflektierter Gebrauch von wissenschaftlich definierten Worten.
Moral
Moral ist ein Instrument der Gesellschaft zur Lenkung der einzelnen und kleinen Gruppen (7). Es ist ein soziales Regulativ, die Benennung von Sitten und Gebräuchen, die in den jeweiligen sozialen Systemen oder Kulturen gebräuchlich sind. Verstöße werden geahndet – als Ächtung oder auch mit rechtlichen Schritten (die andere Grenze der Moral). Im Laufe der Geschichte können sich die Moralvorstellungen verändern.
1) Gunzelin Schmid Noerr, Geschichte der Ethik 2006
2) Wittgenstein, Vortrag über Ethik
3) Wuketits, Bioethik, 2006
4) Mackie, 1981
5) Höffe 1997, in Wuketits, Bioethik
6) siehe auch: br-online – Manfred Spitzer – Gehirn und Geist – Ethik im Scanner, Wittgenstein Tractatus 6.41 – 6.43 sowie Vortrag über Ethik
7) Frankena 1986, Analytische Ethik
Mittwoch, 4. Oktober 2006
Informationsüberlastung, Kommunikationsvielfalt und individuelle Kommunikationsbedürfnisse der
einzelnen Dialoggruppen eines Unternehmens führen dazu, dass der klassische Wettbewerb immer
mehr durch einen Kommunikationswettbewerb ersetzt wird. Die integrierte Kommunikation (IK) hat
das Potential, die Kommunikation im Unternehmen zu konzentrieren um in diesem Wettbewerb
bestehen zu können.
Marketing, PR und Corporate Identity erweiterten im Laufe ihrer geschichtlichen Entwicklung
Ansprüche in Richtung der Gesamtkommunikation. Es entstanden vielfältige Theorien und Modelle
zur IK, mit jeweils unterschiedlichen Bezeichnungen, Herkünften und Schwerpunkten (marketing-, CIoder
PR-zentriert, oder nach Ansätzen: gesellschafts- oder organisationsbezogen, bzw.
managementorientiert).
Einige Modelle versuchen Unter-/bzw. Überordnung zu vermeiden (Bogner,
Zerfaß, Ahrens/Behrent, ...). Vielen Theorien fehlt allerdings der CI-Ansatz, die z.B. in der Theorie der
"Wiener Schule der vernetzten Kommunikation" (Bogner) miteinbezogen ist: Durch Integration soll
kein Kommunikationseinheitsbrei entstehen, sondern die gemeinsamen kommunikativen
Beziehungsmuster in den Mittelpunkt gestellt werden. Gemeinsamkeiten sollen vernetzt, die Branchen
"gleichwertig und gleichrangig" behandelt werden.
Der infradisziplinäre Hintergrund
"Integration ist die Wiederherstellung einer Einheit aus zuviel Differenziertem"
Im Unternehmensumfeld zielt integrierte Kommunikation darauf ab, interne und externe
Kommunikation strategisch aufeinander abzustimmen und zu einer effizienten und konsistenten
Gesamtkommunikation zusammenzuführen. IK soll die Bereiche Marketing, PR und Corporate
Identity in inhaltlicher, formaler, thematischer und zeitlicher Hinsicht vernetzen.
Merkmale der IK
In Anlehnung an die Wiener Schule von Bogner, dem betriebswirtschaftlichen Ansatz von Bruhn und
dem organisationsbezogenen Ansatz von Zerfaß können folgende Merkmale für die Integrierte
Kommunikation (IK) gefunden werden:
· IK soll ein Managementprozess und Ziel der Unternehmenskommunikation sein
· IK soll sämtliche internen und externen Kommunikationsaktivitäten umfassen
· IK will eine Einheit schaffen, um die Effizienz der Kommunikation zu steigern.
· IK soll sich aller Kommunikationsbranchen bedienen
Formen der IK
Die inhaltliche Komponente soll strategischen Kernbotschaften und Schlüsselbilder planen.
In der funktionalen Komponente sind z.B. Informations-, Profilierungs- bzw. Motivationsthemen, die dann
zielgerichtet mit den verschiedenen Kommunikationsmitteln umgesetzt werden. Die eingesetzten
Mittel sind durch die instrumentelle Abstimmung vorher bestimmt worden. Hier gibt es klare, leicht
erkennbare Überschneidungen der Instrumente4 aus dem Bereich Marketing, PR und CI (siehe Wiener
Schule). Sie sind in der Praxis auch am besten und leichtesten umsetzbar.
Die formale Komponente wird durch das Corporate Design entwickelt, das ein Teilbereich der Corporate Identity ist. Von Innen
und von Außen kann diese Firma sofort erkannt und zugeordnet werden, egal ob sie ein Produkt
verkauft (Werbung) oder eine Imagekampagne (PR) läuft.
Die dritte Komponente ist die Zeit. Hier geht es einerseits um zeitlich abgestimmte Kommunikationsmaßnahmen (z.B. die PR-Abteilung erfährt erst aus dem Fernsehen vom eigenen neuen Produkt), andererseits um Gewährleistung einer
zeitlichen Kontinuität der Maßnahmen (Imagebildung vor Produkteinführung).
Alle drei Formen sollen vertikal und horizontal miteinander verknüpft werden. Bei der vertikalen
Komponente geht es um die Abstimmung und Durchgängigkeit in Bezug zu den Zielgruppen (Kunden
könnten die härtesten Kritiker sein – Stromkunde ist gleichzeitig auch Umweltaktivist). Gibt es
Widersprüche werden sie sofort von den Öffentlichkeiten erkannt, das Unternehmen verliert an Image
und Glaubwürdigkeit.
"Unternehmen sind selbstreferenzielle soziale Systeme aus gemeinsamen Wissensbeständen
und Kommunikationen"
Sie sind hochkomplexe und dynamische Phänomene und befinden sich ständig in einem
Kommunikationswettbewerb aber auch in veränderlichen Umfeldbedingungen. Ein konsistentes Bild
des Unternehmens von Innen nach Außen kann zur Überlebensfrage werden.
Abstrakt kann man ein Unternehmen als eine eigenständige Persönlichkeit wahrnehmen. Doch diese Persönlichkeit besteht
bei näherem Hinsehen aus Einzelteilen. Ähnlich einem Ameisenhaufen, der von Außen als Ganzes
gesehen wird und nur durch die perfekt abgestimmten Aufgabenverteilungen der Mitglieder als Einheit
wirkt und funktioniert.
Die Praxis und warum alles doch noch komplexer als die Theorie ist
Integration hat für viele den Beigeschmack einer Uniformität und einer Zentralisierung, die als eine
der Gefahren der IK zu sehen sind. Sie ergeben sich in einer monotonen Zielgruppenansprache und
mangelnden Flexibilität in der Einheit. Das liegt in der Natur der Sache: Systeme, ob biologische oder
soziale, tendieren zu einem Klimaxzustand, neigen zur Stabilisierung des Gewohntem, die zwar in sich
funktionieren aber dann nicht mehr produktiv sind. Die übergreifende Zielsetzung der IK muss es
daher auch sein, das System vital zu halten, d.h. auch Widersprüche als positive "Störfaktoren" mit
dem Ziel der Vitalität anzunehmen.
Die Begrifflichkeit selbst ist, ob integriert, holistisch, 360-grädig, orchestriert oder vernetzt, nicht
einheitlich. Übergreifende allgemeine Definitionen und Bezugspunkte fehlen. Während der eine bei
"Instrument" von Marketing oder PR spricht, meint der andere damit eine Maßnahme, die Liste ist
beliebig erweiterbar, Missverständnisse unvermeidlich. Dementsprechend verwirrend und
widersprüchlich wird integrierte Kommunikation auch diskutiert und vielfach in das "Theorieeck"
geschoben, das praktisch nicht umsetzbar ist7.
Gründe für die Nicht-Umsetzung solcher Theorien sind auch die eigenen Schranken, Denkweisen und
Ziele der jeweiligen Branchen. Die Kultur einer Marketingabteilung unterscheidet sich z.B. von der
der Personalabteilung oder der Produktionsabteilung – es entstehen Abteilungsegoismen. In Folge
kann es dazu kommen, dass die Verpackung nicht zur Werbung passt. Hier kann durch verbesserte
Kooperation und Koordination (inhaltlich, formal und zeitlich) effizienter gearbeitet werden und dem
Ziel der integrierte Kommunikation näher gerückt werden, auch in wirtschaftlicher Sicht durch
Effizienz und Kostenersparnis. Wenn man erkennt, dass wir "der Tatsache nicht ausweichen können,
dass jede einzelne Handlung, die wir tun, ihre Auswirkung auf das Ganze hat", ist schon viel
gewonnen.
Literatur & Quellen
PR+plus Studienbrief 9
Manfred Bruhn, 2006
gwa-Studie zur Integrierten Kommunikation
www.wirz.ch/page909.aspx
www.geosities.com/wallStreet/8925/integcom.htm?20062
wikipedia
www.base.ch
Gustav Bergmann, Systemisches Kommunikationsmanagement 2003
Albert Einstein
Dienstag, 29. August 2006
Aprilwetter Ende August. Aber ich muss ja nicht alles verstehen.
Für einen Moment ungläubige Blicke der Leute auf der Straße. Schirm oder nicht Schirm, je nach Wolkenstandort.
Für kurze Zeit ein bißchen englisches Licht über der Stadt. Nur die grünen Wiesen und Hügel fehlen.
Dafür gibts einen Regenbogen.
Sonntag, 9. Juli 2006
Anders als im Englischen ist es in Deutsch möglich, Inhalte kurz und sehr präzise zu formulieren. Ja es gibt mehr Wörter als im Englischen, die auch verwendet werden sollen.
Doch man kann auch übertreiben, wie geisteswissenschaftliche Ergüsse leider beweisen. Texte, die uns ähnlich der Werbung mit immer weißeren, ultrareinen, megastarken Begriffen umspülen - oder in fünf oder mehr Phasen sauberwaschen wollen.
Diese Texte waschen uns sauber vom eigentlichen Ziel der Sprache: Inhalte zu kommunizieren. Und was noch viel schlimmer ist - es vergrößert die ohnehin schon große Kluft zwischen dem Elfenbeinturm Wissenschaft und der alltäglichen Praxis.
Beispiele? - Hier sind sie:
- argumentative Vorgehensweisen
- verfahrensregulierte Integration
- sphärenübergreifende Charaktere
- Inflation schriftlicher Befragungen
- strukturelle Imperative der verschiedenen Lebensbereiche verträglich machen
- Partialbetrachtungen
Mittwoch, 24. Mai 2006
Die Situation: Eine Studienaufgabe beurteilen - 19 Arbeiten
Die Schwierigkeit: es allen rechtmachen
Wo Menschen, da subjektive Meinungen und Beurteilungen. Richtlinien hin oder her, es gibt keine ja/nein Antworten, kein Multiple-Choice, sondern vielfältige Einstellungen, Fokusierungen aufs Thema, Platzmangel (durch bewußte Vorgabe der Seitenlimits - die ich als Lernaufgabe verstehe, etwas kurz und prägnant zu schreiben). Der eine mag es bunt, der andere schwarz-weiß. Genauso auf der Beurteilerseite. Was dem einen gefällt, muss nicht zwangsläufig dem anderen gefallen.
Das Raster der Beurteilungen gibt sicher einiges vor, was drin stehen muss, was eventuell, davon gehe ich mal aus. Aber darüber hinaus?
Und was ist "realitätsnah" eigentlich? Wie real ist die Wirklichkeit? So real wie wir sie machen? Und die Beurteilung machen Menschen, und wo Menschen sind usw....
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